DIE LEE-CHRONIK
Die wichtigsten Momente der Unternehmensgeschichte
 1889 LEE
 Henry David Lee gründet die H.D. Lee Mercantile Company in Kansas - ein Unternehmen, das sich auf den Handel mit hochwertigen Textilwaren spezialisiert.
Schnell erkennt Lee den Bedarf an zuverlässiger Arbeitsbekleidung. Unzufrieden mit der Qualität und den unregelmäßigen Lieferungen von Arbeitsbekleidung durch östliche Hersteller, ist Lee der Überzeugung, dass sein Unternehmen es besser kann. Diese Geschäftsidee von Lee ist der Anfang eines Unternehmens, das sich im Laufe des 20. Jahrhunderts zum erfolgreichsten Bekleidungshersteller entwickeln sollte.
 1911 DER LEE BIB OVERALL
Nachdem H.D. Lee den Bedarf an zuverlässiger Arbeitsbekleidung erkannt hat, beginnt er 1911, qualitativ hochwertige Overalls zu produzieren. Das erste Modell überhaupt ist der Bib Overall, der ursprünglich aus 8 oz. schwerem Denim produziert wird und mit einer multifunktionalen Brusttasche und einer Knopfleiste ausgestattet ist.
Lee produziert außerdem Jacken und Latzhosen, kann sich in der Branche aber erst 1913 mit dem Overall "Union All" durchsetzen.
1913 DER LEE UNION ALL
Angeblich wird H.D. Lee durch seinen Chauffeur inspiriert, als dieser sein Auto repariert. Dabei kommt Lee auf die Idee, einen Overall zu entwerfen, der seinen Träger sowohl von der Hüfte abwärts als auch am Oberkörper schützt.
Eine Jacke und eine Latzhose werden zusammengenäht und bilden somit einen langarmigen Overall. Da der Overall als einteilige Arbeitsbekleidung gleichermaßen für Automechaniker, Schienenarbeiter, Bauern und andere Berufsgruppen geeignet ist, erlangt der Union All umgehend Beliebtheit im ganzen Land. Dabei hat H.D. Lee mit dem Overall lediglich auf die Klagen seines Chauffeurs reagiert, der es leid war, dass seine Uniform jedes Mal schmutzig wurde, wenn er den Wagen seines Chefs reparierte. Der Union-All macht Arbeitsbekleidung von Lee zu einem Begriff und ebnet in den darauf folgenden vier Jahren den Weg für die Eröffnung von Produktionsstätten in Missouri, Kansas, Indiana, New Jersey, Minnesota und einer Vertriebsstelle in Kalifornien.
1916 werden die Union-Alls zum Zeichen für die Mitgliedschaft der LEE-Mitarbeiter in der Bekleidungsindustrie-Gewerkschaft "United Garment Workers of America".
 1917 LEE WERBEKAMPAGNEN
Die erste nationale Werbeanzeige des Unternehmens in der Saturday Evening Post stellt das Unternehmen als weltweit größten Arbeitsbekleidungshersteller mit gewerkschaftlich organisierter Belegschaft vor.
 1920 BUDDY LEE
Die H.D. Lee Company konzipiert Buddy Lee zwischen 1920 und 1921 als Werbesymbol, das zum ersten Mal in der Lee-Preisliste 1922 auftaucht. Der erste Buddy Lee trägt einen Lee-Overall und wird im Schaufenster des Dayton Company Department Stores auf der Nicollet Avenue in Minneapolis, Minnesota ausgestellt.
Buddy Lee ist einer der ersten Firmencharaktere in Amerika überhaupt. Damals war diese Art der Marketingstrategie noch nicht sehr verbreitet. Im Laufe der Zeit hat sich Buddy Lee als äußerst erfolgreich erwiesen und ist zu einem begehrten Sammlerstück geworden.
 1921 DAS LOCO JACKET
1921 nimmt Lee mit dem "Loco Jacket" eine der ersten Jacken in seine Kollektion auf. Es wurde speziell für Bahnarbeiter entworfen und aus 8 oz. schwerem Denim produziert. Diese Jacke hat Drei-Knopf-Manschetten, weite, schräg aufgesetzte Hüfttaschen und ein legeres Armdesign.
Nach der Erfindung des Reißverschlusses führt Lee unter der Bezeichnung "91" die erste Denim-Jacke mit Reißverschluss und einer 4-in-1-Brusttasche ein. Die Produktion bleibt mit diesem bewährten und authentischen Design bis in die 1980er Jahre unverändert.
1924 DIE LEE COWBOY PANTS
Das Vorgängermodell der Lee Riders wird 1924 auf den Markt gebracht. Dabei handelt es sich um Arbeitshosen aus 13 oz. schwerem Denimstoff, die speziell für Seeleute und Holzfäller gedacht sind.
Außerdem werden die Lee Cowboy Pants ("101") entworfen, die auf die besonderen Bedürfnisse von Cowboys und Rodeoreitern abgestimmt sind.
Die Idee, sich auf die speziellen Anforderungen der Cowboys zu konzentrieren, erweist sich als äußerst wichtig, da dieser Markt zum entscheidenden Katalysator für Jeansbekleidung auf der ganzen Welt wird.
1925 BOSS OF THE ROAD
1925 entwickelt Lee die revolutionäre "Jelt Denim". Diese 11,5 oz. Denimjeans wird mit Hilfe eines Verfahrens produziert, bei dem das Garn fester als zuvor gedreht wird. Damit bieten diese Jeans längere Beständigkeit und größere Reißfestigkeit. Der durch diese Produkte beständige Erfolg in der Arbeitsbekleidungsbranche inspiriert Lee auch zum ersten Werbeslogan: "The Jeans that Built America".
Die ursprünglichen Arbeitshosen werden entworfen, um die Anforderungen der Bahnarbeiter-Pioniere zu erfüllen. Die "Boss of the Road"-Hosen bestehen aus Jelt Denim.
LEE WHIZIT
Für die Kombination aus Jelt Denim und dem neu entwickelten "Hookless Fastener" - dem so genannten "hakenlosen Verschluss", der später unter dem Namen Reißverschluss bekannt wurde - startet Lee einen Wettbewerb zur Namensgebung für seinen neuesten Overall: Der Gewinner ist "Lee Whizit", wobei sich der Name auf das Geräusch bezieht, das der Reißverschluss beim Schließen und Öffnen macht.
1926 101-Z
Lee bringt die "101-Z" auf den Markt - die weltweit erste Jeans mit Reißverschluss. Ab 1926 werden Reißverschlüsse auch bei den Cowboy-Hosen verwendet, von denen von nun an zwei Versionen erhältlich sind: die 101-B (mit Knöpfen) und die 101-Z (mit Reißverschluss). Außerdem sind diese Modelle nun in speziellen Passformen für optimierte Steh- und Sitzproportionen und Innennaht-Abmessungen erhältlich.
Der auf den Sattel angepasste U-förmige Hosenschritt zur Erhöhung des Tragekomforts ist eine weitere Erfindung in diesem Jahr, die bei beiden Modellen angewendet wird.
1929 91-B ZIP JACKET
Eine Jelt Denim-Kurzjacke mit Reißverschluss wird als passendes Oberteil zum Lee Bib Overall auf den Markt gebracht.
1931 101-J SLIM JACKET
1931 führt Lee das Slim Jacket ein. Sie ist die erste kürzere, im Western Stil geschnittene Jacke auf dem Markt, die unter der Bezeichnung "101-J" (für Jacke) bekannt wird. Das Slim Jacket hat schräg aufgesetzte Brusttaschen, mit denen Cowboys während des Reitens leichter mit der Hand in die Tasche auf der anderen Seite greifen können. Die Jacke hat außerdem einen breiten Hüftbund, der für besseren Sitz sorgt und dafür, dass sich die Jacke nicht nach oben hebt.
1933 STORM RIDER JACKET
Lee nimmt das "Storm Rider Jacket" in sein Angebot auf. Diese sollte später zu den bekanntesten Flaggschiffen seiner Kollektion gehören. Sie ist eine Winterversion des Slim Jacket, mit einem warmen Baumwoll-Innenfutter und Cordkragen.
1936 DAS HAIR-ON-HIDE-LABEL
Lee führt das "Hair-on-Hide"-Label ein, das erste Lederetikett des Unternehmens. Das Logo wird direkt auf das Kuhfell gebrannt und ist Ausdruck des typischen Cowboy-Lifestyles.
1944 DAS LAZY S
Lee verwendet die "Lazy S"-Ziernaht. Grundidee ist, dass die beiden Gesäßtaschen nebeneinander gesehen die Hörner des berühmten texanischen Longhorn symbolisieren. Dieses Symbol ersetzt den Doppelbogen ("Arcuate"), der für die Cowboy-Hosen seit 1926 verwendet worden war.
Weiterhin wird in diesem Jahr die gesamte Cowboy-Bekleidungskollektion unter dem Label "Lee Riders" zusammengefasst.
1946 LEE TWITCH LABEL
Lee wechselt vom "Hair-on-Hide"-Label zum Twitch-Label. "Twitch" bezieht sich hier auf das Zusammenzucken des Stiers, wenn er mit dem glühenden Eisen sein Brandzeichen erhält.
1949 LADY LEE RIDERS
Aufgrund der steigenden Nachfrage nach Damenjeans wird 1949 die Lady Lee Riders auf den Markt gebracht. Innerhalb kürzester Zeit gilt sie als die Jeans mit der besten Passform in der gesamten Branche.
1954 VON DER ARBEITSBEKLEIDUNG ZUR POPKULTUR
James Dean in "Jenseits von Eden" und Marlon Brando in "Der Wilde" - beide tragen Jeans. Dies ist die Geburtsstunde des Motorrad-Kults und der Beginn des Übergangs der Jeans von der Arbeitskleidung in die Popkultur.
Neben der Marktführerschaft in den Segmenten Arbeits- und Westernbekleidung erobert Lee mit "Leesures" nun auch den Sektor der Freizeitbekleidung: komfortable Kleidung für Arbeit und Freizeit.
1964 GESTÄRKTE JEANS
1964 werden Lee Stretchhosen und "Lee-Prest" - Hosen mit permanenter Bügefalte - auf den Markt gebracht. Als erste "bügelfreie" Jeans werden sie sofort zu begehrten Produkten. Beide gehören zur "Leesures"-Kollektion.
1970
Lee stellt vollständig von Arbeitsbekleidung auf Freizeitbekleidung um und beginnt damit seinen Siegeszug in Modekreisen. Heute exportiert Lee in 82 Länder außerhalb der USA.
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